„Wir sind gelb und wir sind laut…

…auf dem Fluss gibt’s keine Maut. Wir sind gelb und wir sind laut, unverbraucht und unverdaut. Wir sind gelb und wir sind laut und wir lieben Sauerkraut!“

Mit diesen Sprüchen versuchte uns Martin Böhm bei unserem diesjährigen Chorausflug zum Rudern zu motivieren. Aber von vorne…

Am 04.05.2019 machten wir uns gemeinsam mit dem Zug von Göppingen auf nach Esslingen. Uns erwartete ein spannender Tag und trotz des Regens, der immerwährend auf uns niederprasselte, ließen wir uns unsere gute Laune nicht nehmen. Pünktlich trafen wir beim vereinbarten Treffpunkt ein, um unsere Stadtführung unter dem Leitsatz „Erna haut auf den Putz“ zu beginnen. Erna, unsere Stadtführerin, gekleidet wie eine Putzfrau der 50er Jahre, führte uns unerschrocken durch die Stadt und hatte uns einiges zu berichten, während sie ihrer Tätigkeit als Putzfrau nachging. Außerdem hatte sie die eine oder andere belustigende Information über unseren Chorleiter, sowie unseren 1. Vorsitzenden Javier parat. Auch stimmte sie manch musikalische Einlage ein und wollte sich somit als Projektsängerin bei uns bewerben. Dass sich unsere Chormitglieder nicht nur gesanglich, sondern auch mit Hüten ausgestattet zeigen können, bewiesen sie bei einer Anprobe in einem örtlichen Hutladen.

Im Anschluss an diese sehr schöne Tour trennten sich die Wege einiger MitsängerInnen. Während ein Teil schon nach Hause fuhr, trotzte der Rest dem Wetter und begab sich zur geplanten Kanufahrt auf dem Neckar, was uns wieder zum Anfang dieses Berichtes bringt. Gekleidet in gelbe Rettungswesten folgte eine weitere Stadtführung der besonderen Art. Den Regen weiter ignorierend ruderten wir den Neckar entlang eine große Runde mitsamt passierter Schleuse bis zurück zu unserem Ausgangspunkt. Da das Rudern mit der Zeit doch sehr anstrengend wurde, wechselten wir uns damit ab. Hier kam unser Chorleiter mit seinen Motivationssprüchen ins Spiel. Doch viel mehr als das, motivierten uns die Lieder, angefangen mit „What shall we do with the drunken sailor“ bis zu unseren Chorliedern, wie „Let us sing“, welche wir lauthals ab der zweiten Hälfte des Weges zum Besten gaben.

Zum Abschluss unseres Ausflugs kehrten wir zum wohlverdienten Abendessen ins Restaurant ein, bevor es dann mit dem Zug wieder nach Hause ging. Ein langer, verregneter und anstrengender Tag, der uns allen jedoch viel Freude bereitet hat, ging zu Ende.

 

Sarah Blaton