Magnificat im Wandel der Zeit

150 Jahre sind eine lange Zeit. Genauso lange existiert schon unser Kirchenchor, der Chor pro musica. Um dieses Ereignis zu feiern, veranstalteten wir zum Abschluss des Jubiläumsjahres, welches auch die 150 Jahre der Kirchengemeinde St. Maria betraf, ein großes Konzert. Aufgeführt wurden zwei Magnificat: Einmal von Antonio Vivaldi und von John Rutter.

Schon nach Ostern galt allen Gesangsbegeisterten der Aufruf, uns bei diesem Konzert als ProjektsängerInnen zu unterstützen. Als das Projekt dann im Juli startete hatten wir mehr neue MitsängerInnen, als wir erwartet hätten. So machten wir uns an die Aufgabe, in relativ kurzer Zeit – mit Sommerpause dazwischen – diese beiden anspruchsvollen Werke zu lernen. Dabei halfen uns Einzelstimmproben ebenso wie ein Probentag und das Probenwochenende im schönen Hohenheim nur ein paar Wochen vor Konzertbeginn. An besagtem Wochenende konnten wir die einzelnen Stücke perfektionieren, unsere Intonation verbessern und Details erarbeiten. Als nach einigen intensiven Proben das Fenster geöffnet werden sollte, fasste unser Chorleiter das komplette Wochenende mit dem Ausspruch „Was ihr hier riecht, ist Erfolg“ zusammen.

Am 20. Oktober war es dann so weit, der Tag des Konzertes war gekommen und die Aufregung war groß. Einige Ehrengäste waren unserer Einladung gefolgt.

Begleitet wurde der Chor von einem Orchester und unterstützt von zwei Solistinnen: Katrin Küsswetter (Sopran) und Lisbeth Rasmussen Juel (Alt).

Mit dem Magnificat Vivaldis begann das Konzert, als Zwischenspiel vor der Aufführung Rutters Magnificat war das „Adagio for Strings“ von Samuel Barber zu hören. Augenscheinlich kam das Konzert gut beim Publikum in der gut besetzten Kirche St. Maria an, das am Schluss nach einer Zugabe verlangte. Auch uns SängerInnen, sowie unserem Chorleiter hat das Konzert viel Freude bereitet und der Aufwand mit zielstrebigen und anspruchsvollen, wenn auch sehr lustigen Proben hat sich durchaus gelohnt.

 

Sarah Blaton